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Alternative Süßungsmethoden – gibt es den idealen Zuckerersatz?

Haufen mit Zuckerwürfeln
Haufen mit Zuckerwürfeln
Noch immer das beliebteste Süßungsmittel: Zucker

Die süße Verfeinerung von Speisen ist gerade in unseren globalisierten Küchen ein großes Thema. Fast kein Gericht kommt heute noch mit alltäglichen und selbst anbaubaren Gewürzen aus. Unter Hobbyköchen wie auch unter professionellen Vertretern der Zunft gilt: Je exotischer, desto besser und auch gesünder.

Dass die populärsten Zuckerersatzstoffe wie Ahornsirup jedoch ebenfalls viele unbeliebte Kalorien beinhalten, lässt sich im Angesicht neuster durchgeführter Tests nicht abstreiten. Hier lohnt sich die Einteilung in Gruppen, welche wir ihnen nun vorstellen möchten.

Verschiedene Ersatzstoffe für verschiedene Verbraucher

Gehen wir vom Standpunkt des Abnehmenden aus muss Honig als Zuckerersatz aus der Wertung fallen. Zwar kann er mit Vitaminen (C, B) und anderen nicht unwichtigen Inhaltsstoffen wie Kalzium und Magnesium aufwarten, jedoch ist der Kaloriengehalt im Vergleich zum allgemein gebräuchlichen Zucker nicht bedeutend geringer. Auf 100 Gramm gerechnet kommt man hierbei auf einen Kaloriengehalt von 328 kcal (zum Vergleich: Zucker: 400 kcal), weswegen gerade in Diäten auf zu viel Honig verzichtet werden sollte.

Angeführt von einer großteils amerikanisch/kanadisch geprägten Anhängerschaft wird im Speziellen auch Ahornsirup gerne als ,,Heilsbringer“ gefeiert. Wer jedoch schon einmal den süßen, dickflüssigen Ahornsaft probiert hat, müsste sich durch den Geschmack unweigerlich an den gewohnten Genuss von handelsüblichem Raffinierzucker erinnern. Dies ist bei Betrachtung der Zuckerwerte (immerhin 65 %) aber auch keine Überraschung. Vom Mineralstoffgehalt her kann das nordische Produkt schon eher mithalten: So ist der Mineralstoffgehalt insgesamt höher, als der des Honigs (z.b.: Kalium: 185 mg).

Ernte des Ahornsirups
So wird Ahornsirup vom Ahornbaum geerntet

Doch was ist wirklich zuckerfrei?

Da die Lebensmittel- und gerade die Zuckerindustrie einen riesigen Markt beliefern, sind wirklich zuckerfreie Alternativen meist nur schwer auszumachen. Preist ein indischer Verkäufer in seinem Online-Shop noch individuell zusammengestellte Kräuterlösungen als Süßungsmittel an, kann im nächsten Moment schon ein neues Allheilmittel durch die Medien gehen. Eine sehr gesunde Option wäre hier der als Xylit bezeichnete ,,Birkenzucker“. Der Vorteil: Die Kombination aus Birkenholz und Maiskolben stellt die mit Abstand gesündeste Alternative dar (weniger Kalorien als normaler Zucker, um die 40 %) und hat eine kariesfeindliche Wirkung. Der Preis ist derzeit jedoch noch extrem hoch, was unter anderem mit der sehr aufwendigen Herstellung zusammenhängt. So kann bereits 1 Kilogramm Xylit bis zu 13 Euro kosten.

Den Titel für das kalorienärmste Ersatzprodukt teilt sich das Xylit jedoch mit dem Naturprodukt Stevia. Neben dem etwas günstigeren Preis gilt sie als kalorien- und vor allem zuckerfreie Pflanze, die bereits jetzt in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Diskutabel wäre hier jedoch der Geschmack zu nennen, der je nach persönlichem Empfinden variiert. Womit wieder einmal bewiesen wäre: Zuckerersatzstoffe gibt es viele, welche Art von ihnen aber zu einem selbst passt, ist ausschließlich typenabhängig.

Grüne Stevia Pflanze
Stevia wird als alternatives Süßungsmittel immer beliebter