Aluminium – Allgegenwärtig?

Wir lesen es momentan auf jedem Deodorant: „0% Aluminium“. Doch was ist Aluminium und warum ist es plötzlich so gefährlich?

Im Prinzip ist Aluminium so allgegenwärtig wie Moos oder Steine. Ursprünglich befand es sich nämlich direkt „unter uns“ und zwar im Erdboden. In seiner ursprünglichen Form schadet Aluminium niemandem, doch durch seine Befreiung aus den chemisch neutralen Erzen und seiner Einbindung in unseren biochemischen Kreislauf, hat das Problem Aluminium seinen Anfang gefunden -es wurde toxisch.

Zwar verhält sich der Werkstoff Aluminium im neutralen pH-Bereich nicht toxisch, jedoch existieren Verbindungen in sensibleren Bereichen. So zum Beispiel im Kosmetik- oder Lebensmittelbereich, wo sich häufig höhere pH-Werte finden. In Bereichen, die saurer sind, also über einen höheren pH-Wert verfügen, setzen sich die Metallionen des Stoffes leichter frei.

Eine Gesundheitsgefährdung durch Aluminium hängt also vom Umfang der Metallionen-Freisetzung ab. Aluminium könnte, der Meinung vieler Forscher zufolge, evolutionären Einfluss auf unsere Population haben.

Alu-Dose
Aluminium findet sich nicht nur in Aufbewahrung von Nahrungsmittel sondern auch in Kosmetikern wie Deodorant.

Geistige Beeinträchtigung – Alzheimer

Es existieren viele Theorien über Alzheimerdemenz als Folge von Aluminium. Ein Forschungsexperiment der Universität Sydney hat ergeben, dass Ratten, die exzessiv aus Aluminiumdosen gefüttert wurden, verstärkt an Gedächtnisverlust litten.

Aufschluss brachte unter anderem eine Arbeit, die Ferritine, einen Proteinkomplex, der Eisen zwischenspeichert, untersuchte. Die Forscher stellten fest, dass die Ferritine der Alzheimerpatienten, anders als die der gesunden Teilnehmer, zusätzlich zum Eisen auch Aluminium enthielten.

Eine Schlussfolgerung der Forscher war also Aluminium als begünstigendes Element von Alzheimererkrankungen, da Ferritine an der sog. „Blut-Hirn-Schranke“ ohne Weiteres vorbeikommen können.

Körperliche Beeinträchtigung – Brustkrebsrisiko

Der Grund also, weshalb wir auf den Deoflaschen plötzlich überall „0% Aluminium“ lesen, ist, dass Forscher in England und der Schweiz herausgefunden haben, dass Aluminium die DNA-Stränge aufspaltet und zu einem erheblichen Stressfaktor werden kann, der ein Erkranken Brustkrebs begünstigt.

Seitdem ist die Debatte um Aluminium explodiert, auch wenn genaue Befunde noch nicht bestätigt wurden. Dennoch gibt es viele noch nicht abgeschlossene Forschungsarbeiten, die besorgniserregend klingen. Eine Forscherin aus Innsbruck entdeckte im Zuge ihrer Studie zu kosmetischen Gewohnheiten von Frauen, dass die Frauen, die auffallend früh an Brustkrebs erkrankten, Aluminium-haltige Deodorants benutzten.

Aluminium im Bio-Kreislauf: Essen und Pflanzen

Ein Großteil der Böden in Europa verfügt über einen sauren pH-Wert, durch Düngung mit Aluminium-haltigen Mitteln wird dies nur noch verstärkt und bereits oben genannte toxische Metallionen werden freigesetzt.

Da die meisten Pflanzen nicht in der Lage sind, die Metallionen zu speichern, versuchen die Gewächse, das Aluminium nicht aufzunehmen. Dieser Aufwand führt jedoch zu einer Veränderung des pH-Wertes der Pflanze und setzt aluminiumbindende Chemikalien in der Wurzelregion der Pflanze frei.

Dennoch ist die Belastung der Rohstoffe durch Aluminium nicht ausschlaggebend für die Problematik. Vielmehr sind es die Verarbeitung und Verpackung von Produkten, die über ihren Aluminium-Gehalt entscheiden.

Und nun?

Fakt ist, dass die Forschungen zum Thema Aluminium als belastendes Element noch in den Kinderschuhen stecken. Fakt ist aber auch: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Es schadet also niemandem, wenn wir vorerst die Deodorants mit besagter Aufschrift kaufen!