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Vegane Ernährung – Wie gesund ist sie wirklich?

Veganer sehen sich immer wieder mit veralteten Vorurteilen konfrontiert. Im Land der gelebten Fleischkultur verwundert das aber kaum jemanden. Wer verzichtet schon freiwillig auf Milch, Butter, Hähnchenkeulen oder das Nationalgericht Eisbein? Die Mehrheit der Deutschen ist sich sicher: Vegane Ernährung mutet nicht nur rätselhaft an, sie kann gleichzeitig auch nicht gesund sein.

Doch oftmals bleibt es nicht bei dieser Art von Klischees: Wer als Veganer nicht aus der multikulturellen Großstadt kommt, wird auf dem Land noch viel eher als Sonderling betrachtet. Das Bild vom Sandalenträger in zerschlissenen Hosen und von der Erde geschwärzten Hemd, hat jeder von uns abgespeichert. Es abzulegen, ist umso schwerer, je mehr man sich mit dem Theme Veganismus beschäftigt.

Welche Klischees treffen zu?

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Mangold ist bei vielen Veganern sehr beliebt.

Wer eigene Recherchen anstellt, erhält zumeist nur vage Informationen über vegane Gemeinschaften. Verwiesen wird dabei hauptsächlich auf den Ort ,,Sieben Linden“, der inmitten des idyllischen Niedersachens nahe Wolfsburg liegt. Das Konzept lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Jede Behausung steht für einen ,,ökologischeren“ Lebensstil. Sandalenträger inklusive.

Des Weiteren lässt sich nicht abstreiten, dass Veganer auf eigens angepflanzte Naturprodukte angewiesen sind. Gerade Großstadtveganer im Berliner Zentrum versehen ihre Balkone mit länglichen Kübeln und warten darauf, die Ernte, bestehend aus Tomaten und Kartoffeln, einzufahren. In den letzten Jahren wurde diese Form der Selbstversorgung durch Online-Shops ergänzt. Vorreiter im deutschsprachigen Raum ist der Berliner-Shop Veganenergy.

Ist vegane Ernährung gesund?

Woher unser Fleisch eigentlich kommt, erfragen viele Verbraucher erst gar nicht. Vermutlich auch deswegen, weil kein Jahr vergeht, indem es nicht mindestens einen großen Fleischskandal gibt. Medial inszeniert, schrecken uns diese aber meist nur kurzzeitig vom exzessiven Fleischkonsum ab. Die Begründung: Bei den genommenen Proben handelt es sich lediglich um Einzelfälle.

Veganer (und natürlich auch Vegetarier) haben daher einen unschlagbaren Vorteil: Sie können sich unmöglich mit schädlichen Viren infizieren. Darüber hinaus sind es häufig Veganer, die nicht nur extrem auf die eigene Ernährung, sondern auch auf einen gesunden sportlichen Ausgleich achten. Groß angelegte empirische Studien zur Lebensweise von Fleischessern und Veganern gibt es jedoch noch nicht.

Andererseits fehlen Veganern lebensnotwendige Vitamine, allen voran das Vitamin B12. Der natürliche Algenersatz, den Veganer gerne als Ausgleich heranziehen, wird vom Organismus des Menschen nicht aufgenommen und wirkt den natürlichen Nebenwirkungen einer veganen Lebensweise nicht entgegen: Anhaltende Müdigkeit, Zusammenbrüche und eine daraus resultierende verminderte Leistungsfähigkeit sind die Folge.

Auch Vitamin D und Kalzium braucht der menschliche Körper. Veganer beziehen es zumeist aus Mandeln oder dem Allzweckprodukt Soja. Ein weiterer Grund warum die vegane Lebensweise einiges an Planung einfordert. Kennt man die Inhaltsstoffe der Produkte nicht bis ins kleinste Detail, verstößt ein unvorsichtiger Veganer möglicherweise gegen seine eigenen Prinzipien, ohne es zu wollen.