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Wundermittel Meditation?

Junge Frau beim Meditieren

Die Beine zum Lotussitz verdreht, die Augen geschlossen und ein kontinuierliches „Ommm“ murmelnd. Bilder wie diese assoziieren wir mit dem Wort „Meditation“.

Doch was ist das eigentlich, das vielen Menschen so hilft, ruhig zu werden und Stress abzubauen?

Was ist Meditation?

Meditation ist eine spirituelle Praxis. Ziel der Meditation ist es, den Geist zu sammeln und zu zentrieren. In vielen Kulturen ist das Ziel dabei die Bewusstseinserweiterung, die mit Begriffen wie Stille, Einssein oder Panorama-Bewusstsein bezeichnet wird.

Je nach Kultur und religiösem Hintergrund unterscheidet man zahlreiche Meditationstechniken.

Für eine grobe Einteilung lassen sich zwei Formen der Meditation unterscheiden

  • Die passive Meditation wird still und im Sitzen ausgeübt.
  • Die aktive Meditation wiederum schließt Bewegung, achtsames bzw. bewusstes Handeln und lautes Sprechen oder Rezitieren mit ein.

Spricht man in unseren Kulturkreisen von Meditation, ist damit meist die passive Meditation gemeint. Solche Achtsamkeitsübungen können beispielsweise die Konzentration auf ein inneres Bild, Klänge oder Mantren (Wortformeln) sein.

Doch auch Bewegungsmeditation wie Yoga, Tai Chi oder Chigong sind beliebte Techniken, die in Deutschland viel Anwendung finden.

Bei uns wird Meditation vermehrt zum Stressabbau praktiziert. Das ist jedoch lange nicht so einfach wie es klingt. Eine Yogamatte und geschlossene Augen an sich reichen nicht aus, um in den Belastungen des Alltags innere Ruhe zu finden.

Um wirklich zu lernen loszulassen und in Stresssituationen ruhig zu bleiben, ist eine regelmäßige Meditation Voraussetzung.

Junge Frau beim Meditieren am Strand
Meditation zum Stressabbau

Was macht Meditation mit meinem Körper?

Durch die Meditation verringert sich der Herzschlag und der Blutdruck sinkt. Außerdem verringert  sich die Konzentration der Hormone Adrenalin und Kortisol im Blut. Die beiden Stress- und Energiehormone werden „heruntergeschraubt“, der Körper kommt zur Ruhe und auch die Muskeln entspannen sich.

Wer die Meditation über einen langen Zeitraum praktiziert, kann sogar seine Denkfähigkeiten verbessern. Die beiden Hälften des Gehirns sollen dann besser zusammenarbeiten können und dies kann sogar dazu beitragen, die natürliche Gehirnalterung zu verlangsamen.

Meditation als Therapieform

Seine inneren Kräfte zu zentrieren kann nicht nur in stressigen Alltagssituationen von Nutzen sein.

Tatsächlich findet die Meditation auch bei vielen Krankheiten Anwendung. So arbeiten beispielsweise immer mehr Krebspatienten mit Hilfe der Meditation gegen Angstsymptomatik und Depressivität an. Tumorerkrankungen sind eine Belastung, gleichermaßen für den Körper wie für den Geist. Achtsamkeitsübungen können dazu beitragen, dass die Betroffenen sich entspannen und loslassen. Wenn auch nur für einen Moment.

Für Schmerzpatienten kann Meditation ebenfalls ein Weg sein, einen Umgang mit der Symptomatik zu finden. Häufig ist die bewusste Bewegung mit dem Schmerz eine Möglichkeit, ihm besser und kontrollierter begegnen zu können. Auch bei der Angst vor dem Zahnarzt ist die Meditation ein immer häufiger genutztes Mittel um Patienten eine stressfreie Untersuchung zu ermöglichen.

Meditation – Ein Allheilmittel?

All das klingt beinahe nach einer Art Wundermittel. Zwar ist die positive Wirkung der Meditation bewiesen, jedoch sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch stecken.

Denn vorher gilt erst einmal eins: Üben, üben, üben!